Lebe Leichtathletik

Laufen, Springen und Werfen

Bereits seit der Antike ist das Kugelstoßen als eine Disziplin in der Leichtathletik bekannt. Plastiken von nackten Athleten zeugen davon. Heute denkt man beim Kugelstoßen sicher daran, wie man sich während der Schulzeit quälte, um aus einem Ring aus Metall, mit Angleiten, eine 3 bis 4 kg schwere Kugel möglichst weit zu stoßen. Sicher konnte es niemand mit Astrid Kumbernuss aufnehmen, der Kugelstoßerin, die mehrmals die Goldmedaille gewann.

Der Kreis beim Kugelstoßen, in dem der Athlet steht, hat einen Durchmesser von etwas mehr als 2 m. Die Kugel für Männer wiegt heute 7,257 kg, für Frauen 4 kg. Beim Stoß darf der Athlet den Kreis nicht nach vorne oder zur Seite verlassen. Für eine Wertung muss er allerdings nach dem Aufschlag der Kugel den Kreis nach hinten verlassen. Bei Meisterschaften und bei den Olympischen Spielen hat jeder drei Versuche, von denen nur der beste Stoß gewertet wird. Die acht besten Kugelstoßer haben jeweils drei weitere Versuche, von denen wieder der beste zählt. Bei den modernen Olympischen Spielen wird das Kugelstoßen der Männer seit 1896 ausgeführt. Frauen führen diesen Sport im Rahmen der Olympischen Spiele erst seit 1948 aus. Beim Siebenkampf und beim Zehnkampf ist das Kugelstoßen ein wichtiger Bestandteil.

Von der Technik her ist das Kugelstoßen sehr anspruchsvoll. Es kommt auf Koordinationsfähigkeit und auf Schnelligkeit gleichermaßen an. Man hält die Kugel mit der Wurfhand am Hals. Der Oberkörper wird dabei leicht nach vorn geneigt und beim Abwurf leicht zur Seite gedreht. Mit einem Bein holt man während des Angleitens Schwung und stößt dann die Kugel ab. Die Kugel beschreibt beim Abstoß eine ballistische Kurve.

Der Weltrekord im Kugelstoßen liegt bei 23,12 m bei den Männern und wurde vom US-Amerikaner Randy Barnes im Jahre 1990 erreicht. Den Weltrekord der Frauen erzielte die Russin Natalja Lissowskaja im Jahre 1987 mit 22,63 m.