Lebe Leichtathletik

Laufen, Springen und Werfen

Der Standdreisprung ist eine leichtathletische Disziplin und ist Teil eines Standsprungwettbewerbs. Der Standdreisprung erfolgt ohne Anlauf, also direkt aus dem Stand. In den Jahren 1900 und 1904 wurde der Standdreisprung als olympische Disziplin ausgetragen. Sowohl im Jahre 1900 als auch im Jahre 1904 gewann der US-Amerikaner Robert Ewry bei den olympischen Sommerspielen die Goldmedaille. Er sprang in Paris im Jahre 1900 eine Weite von 10,58 m, im Jahre 1904 in St. Louis eine Weite von 10,547 m. Die Silber- und die Bronzemedaille erzielten in beiden Jahren ebenfalls US-Amerikaner. Im Jahre 1900 gewann Irving Baxter die Silbermedaille und Robert Garrett die Bronzemedaille. Im Jahre 1904 ging die Silbermedaille an Charles King, die Bronzemedaille an James Stadler. In Deutschland wurde der Standdreisprung ebenfalls ausgetragen. Im Jahre 1909 erzielte der Deutsche Otto Bäuerle eine Weite von 9,51 m und brach damit den vorherigen deutschen Rekord.

Beim Standdreisprung wird von einem Sprungbrett aus dem Stand heraus abgesprungen. Die Arme werden in den Rücken gelegt, der Springer geht dabei in die Hocke. Er schwingt beide Arme nach oben und springt ab. Der Springer landet auf einem Bein, springt sofort weiter, landet auf dem anderen Bein und springt noch einmal, um in einer Sandgrube zu landen. Ein Standdreisprung mit beiden Beinen, bei dem man alle drei Sprünge hintereinander beidbeinig ausführt, um in der Sandgrube zu landen, ist ebenfalls möglich.

Der Standdreisprung wird schon lange nicht mehr als olympische Disziplin ausgetragen. Jedoch sollen bereits die alten Griechen den Standdreisprung mit Gewichten ausgeführt haben. Wettkämpfe finden heute kaum noch statt. Von Schülern und Jugendlichen wird der Standdreisprung hin und wieder im Rahmen von Sportfesten oder Jugendfestspielen absolviert. Eine offizielle Wertung erfolgt dabei nicht mehr. Hin und wieder wird dieser Sprung im Schulsport geübt und gewertet. Wird er bei Sportfesten absolviert, steht eher der Spaß im Vordergrund.