Lebe Leichtathletik

Laufen, Springen und Werfen

Beim Standhochsprung springt man völlig ohne Anlauf, dies ist charakteristisch, im Gegensatz zum klassischen Hochsprung, bei dem immer ein Anlauf erforderlich ist. Ohne Anlauf kann längst nicht die Höhe wie mit Anlauf erreicht werden. Es wird deshalb beim Standhochsprung nur eine Höhe zwischen 1,00 m und 1,50 m gesprungen – ein Schüler von der 8. bis zur 10. Klasse würde über diese Höhe, beim Hochsprung mit Anlauf, darüber lachen. Der Standhochsprung gehörte von 1900 bis 1912 zu den olympischen Disziplinen und wurde im Rahmen der damaligen olympischen Spiele beim Standsprungwettbewerb ausgetragen.

Da es beim Standhochsprung gilt, ohne Anlauf die Latte zu überwinden, kommt es auf die richtige Technik an. Schließlich ist dies ohne Anlauf nicht einfach. Schwung holen mit beiden Armen, aus der Hocke heraus, ist eine bewährte Technik. Ganz egal, welche Technik man anwenden will, es gilt, beim Sprung die Latte nicht einfach fallen zu lassen. Deshalb wurden für den Standhochsprung verschiedene Techniken erlernt und angewendet, die heute beim Hochsprung mit Anlauf selbstverständlich sind. Es gilt immer, die Arme in die Höhe zu reißen und dabei die Beine in die Höhe zu bringen, um die Stange zu überwinden. Bei den olympischen Spielen erkannten die Springer die Schwierigkeiten und passten ihre Technik an. Wie bei jeder leichtathletischen Disziplin, galt es, die Latte in kurzer Zeit mit der richtigen Technik zu überwinden.

Sieger bei den olympischen Spielen im Standhochsprung wurde im Jahre 1900 in Paris ein US-Amerikaner. Es war Raymond Ewry, der im Standhochsprung einen Rekord erzielen konnte. Er erzielte auch im Standdreisprung zweimal die Goldmedaille.

Der Standhochsprung wird heute nicht mehr in der Leichtathletik, in Meisterschaften oder bei den olympischen Spielen, ausgetragen. Doch die Technik, die von vielen Sportlern beim Standhochsprung angewendet wird, nutzen noch heute zahlreiche Athleten, denn es gilt schließlich, die Latte zu überwinden, ohne sie herunter zu reißen.